Hotel Ambach

Architektur

Drei Jahre, von 1970 bis 1973, dauert es, bis das Seehotel Ambach eröffnet. Eine lange Bauzeit, auch für damalige Verhältnisse. Bauherrin ist Anna Ambach-Weis, Architekt der junge Othmar Barth.

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Eine kongeniale Partnerschaft, wie sich herausstellen sollte. Es entsteht die Vision von einer vollkommen neuen Hotelarchitektur, die dem wahren Wesen der lokalen Gegebenheiten und Tradition auf den Grund geht, und sie ins Zeitgenössische fortschreibt.

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Ende der 60er Jahre widmet sich Barth einer Bauweise, die scharf begrenzte und sich teilweise durchdringende Baumassen bevorzugt (Baustoff meist Beton, nachträglich weiß verputzt). Das Seehotel Ambach ist sein erstes ausgereiftes Beispiel, später folgt das gleichfalls sehr bekannte Schigymnasium Stams. Nach mehreren Varianten, bedingt durch die Unterschutzstellung der Uferzone, ist der Architekt auf die heutige Form gekommen. Zwei, sich zur Landschaft hin öffnende Baukörper, beide mit klaren geometrischen Formen, treffen sich in der meisterlich gestalteten Eingangshalle. Die Loggien erlauben ein 180-Grad-Panorama, hin zur Landschaft und zum See. Die gelungene Verbindung von strenger geometrischer Wiederholung mit dem weichen, runden Ganzen gibt dem Seehotel Ambach seine Einzigartigkeit. Licht, Landschaft und eine gekonnte Materialität verdichten alles zu einem besonderen architektonischen und räumlichen Erlebnis. Barth hat eine unglaubliche Vielfalt an räumlichen Situationen in einem einzigen Gebäude untergebracht und die Beziehung zu Landschaft immer wieder ins Gebäude getragen.

Mit großer Liebe zum Detail widmet er sich bei der Planung auch der Innenarchitektur. Nicht nur Räume und technische Gegebenheiten plant er akribisch, sondern auch jedes Möbel in den Zimmern und öffentlichen Bereichen.

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Dass dieses Haus entstanden ist und auch nach 40 Jahren allen Verlockungen des Marktes widerstanden hat, ist dabei nicht nur ein Verdienst des Architekten, sondern in erster Linie der Bauherrin, Frau Anna Ambach-Weis, welche durch ihre Verbundenheit mit dem Architekten stets darauf bedacht war, das Gebäude in unverändertem, aber kontinuierlich gepflegtem Zustand zu belassen.

Auch der Neffe Klaus Maran und seine Familie, denen das Hotel jetzt anvertraut wurde, sehen es als Auftrag und Verpflichtung Gutes und Besonderes zu erhalten und im Sinne des Architekten und der Gründerin weiter zu führen.

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